Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Funki’s Blog zur Delbrücker Geschichte für November, 2009.
- 18.8.2010: Tag der Delbrücker Geschichte
- 20.4.2010: Epitaph des Theobald Franz von Dewaldt entdeckt
- 21.12.2009: Regesten zu den Delbrücker Eheberedungen
- 11.11.2009: damals & heute Nr. 13
- 7.11.2009: Führer zum Römerlager in Anreppen erschienen
- 29.10.2009: Chronik der Stadt Delbrück erschienen
- 28.10.2009: damals & heute Nr. 12
- 28.10.2009: damals & heute Nr. 11
- 28.10.2009: damals & heute Nr. 10
- 25.10.2009: damals & heute Nr. 9
Blogroll
Archive für November 2009
damals & heute Nr. 13
11.11.2009 by Funki.
Aufsatz zur Geschichte der Mühlenschule in Westenholz
Inzwischen liegt die Nr. 13 des Delbrücker Geschichtsblattes damals & heute vor. Dieses Mal beschäftigt sich der ehemalige Rektor der Mühlenschule in Westenholz Hans Freise mit der Geschichte der inzwischen geschlossenen Schule. Er gibt einen umfassenden Überblick über den gesamten Zeitraum des Bestehens der Schule. Im Zeitraum von 1890 bis 1964 besuchten insgesamt 1316 Mädchen und Jungen die Mühlenschule.
Neben den Grunddaten zur Schule berichtet Freise natürlich auch über Besonderheiten und Annekdoten aus der Schulgeschichte. Gerade für Westenholzer und für ehemalige Schüler dürfte dieser Aufsatz von hohem Interesse sein.
Geschrieben in Literatur, Projekte | 1 Kommentar »
Führer zum Römerlager in Anreppen erschienen
7.11.2009 by Funki.
Das Varus-Jahr 2009 neigt sich dem Ende und man darf feststellen, es ist doch weitgehend an Delbrück vorbei gelaufen. Die ersten Bauarbeiten, die Teile des Römerlagers rekonstruieren und damit visualisieren sollten, begannen erst, als das Jahr schon weit fortgeschritten war. Für die vielen Radtouristen, die auf der Römerroute unterwegs waren, kam vieles zu spät und auch jetzt sind die Hinweise an den Rekonstruktionen eher spärlich. Man muss sich schon in das Blockhaus bemühen, das als Informationszentrum dient, um etwas über das, was man zu sehen bekommt, zu erfahren.
Immerhin liegt seit September ein von Johann-Sebastian Kühlborn verfasster Führer durch das Römerlager in Anreppen vor. Hier ist allerdings in kurzer und knapper Form alles Wissenswerte zum Lager zusammengetragen.
Kühlborn beginnt mit der Forschungsgeschichte. Er stellt dar, wie es zu Entdeckunng des Lagers kam und geht ausführlich auf die Leistungen des ersten Ausgräbers Anton Doms ein. Im Folgenden werden dann alle ergrabenen Lagerbauten ausführlich vorgestellt. Neben den Lagerräumen, Unterkünften für die Legionäre und die Offiziere, dem Bad und dem Hafen, geht er natürlich ausführlich auf das Prätorium, den Kommandeurspalast ein. Er ist deutlich größer und komfortabeler als vergleichbare Prätorien in anderen Lippelagern. Daher ist sich Kühlborn sicher, dass es für eine ganz besondere Person erbaut wurde, und das konnte nach Lage der Dinge nur der Oberbefehlshaber der römischen Truppen in Germanien, der Adoptivsohn des Kaisers Augustus Tiberius sein. Dieser wurde bekanntlich später selbst Kaiser.
Damit wären wir auch gleich bei der historischen Einordnung, auf die Kühlborn ausführlich eingeht. Er stellt fest, dass das Lager eindeutig in die Zeit der Tiberiusfeldzüge 4 - 5 unserer Zeitrechnung zuzuordnen ist.
Abschließend geht Kühlborn noch auf das Projekt “Römerpark Anreppen” ein. Leider ist Kühlborn hier ein einsamer Rufer in der Wüste. Denn einmal abgesehen vom Heimatverein Anreppen, ist die Unterstützung dieses Projektes durch die Stadt Delbrück höchst bescheiden.
Durch eine Karte im Mittelblatt kann man sich mit dem Führer recht gut im Lager orientiern. Insgesamt ist es also ein gelungenes Werk.
Johann-Sebastian Kühlborn: Anreppen, Stadt Delbrück, Kreis Paderborn. Römerlager in Westfalen 4, Hg.: Altertumskommission für Westfalen, Münster 2009
Der Führer ist im örtlichen Buchhandel und bei der Stadt Delbrück erhältlich.
Geschrieben in Literatur, Allgemein | Keine Kommentare »