Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Funki’s Blog zur Delbrücker Geschichte für Oktober, 2009.
- 18.8.2010: Tag der Delbrücker Geschichte
- 20.4.2010: Epitaph des Theobald Franz von Dewaldt entdeckt
- 21.12.2009: Regesten zu den Delbrücker Eheberedungen
- 11.11.2009: damals & heute Nr. 13
- 7.11.2009: Führer zum Römerlager in Anreppen erschienen
- 29.10.2009: Chronik der Stadt Delbrück erschienen
- 28.10.2009: damals & heute Nr. 12
- 28.10.2009: damals & heute Nr. 11
- 28.10.2009: damals & heute Nr. 10
- 25.10.2009: damals & heute Nr. 9
Blogroll
Archive für Oktober 2009
Chronik der Stadt Delbrück erschienen
29.10.2009 by Funki.
Seit der Preußenzeit gab es für die Städte und Gemeinden der Provinz Westfalen die Pflicht, eine Chronik zu führen. Da die die Führung der Chronik durch die Kreise überwacht wurden, sind die meisten Ortschroniken auch sehr ordentlich geführt worden. In den letzten Jahren sind viele dieser Chroniken veröffentlicht worden. Für das Stadtgebiet Delbrück ist etwa zu denken an die Boker Chronik, deren zwei Bände für die Zeit von 1800 - 1919 und von 1920 - 1956 in einem Doppelband gedruckt vorliegen. Vergriffen ist leider die Chronik der Gemeinde Ostenland, die von Engelbert Willeke in Buchform herausgegeben worden war. Ebenfalls offensichtlich nicht mehr verfügbar ist die Chronik der Gemeinde Westerloh, die bis vor nicht allzu langer Zeit auf der Website des Lipplinger Heimatvereins als PDF-Datei zur Verfügung stand. Von der Chronik der ehemals selbständigen Gemeinde Dorfbauerschaft sind nur wenige Seiten erhalten. Sie sind auf meiner Homepage veröffentlicht. (Chronik Dorfbauerschaft) Aus der Chronik der Gemeinde Hagen sind bislang nur Auszüge veröffentlicht und zwar in der Jubiläumsschrift der Schützenbruderschaft St. Heinrich Sudhagen von 2003.
Gerhard Kretschmann, dem derzeitigen Delbrücker Chronisten ist es zu verdanken, dass die Chronik des Dorfes und der Stadt Delbrück inzwischen wenigsten zu einem kleinen Teil im Druck vorliegt. In einem schmalen Bandchen mit 121 Seiten legte er nun eine Transkription der Chronik für den Zeitraum 1800 bis 1900 vor. Leider ist sie bei weitem nicht so inhaltsreich, wie beispielsweise die Boker oder Ostenländer Chronik. In weiten Teilen beschränkt sie sich auf Berichte über Vieh-, Getreide und Fruchtpreise, sowie über das Wetter des jeweiligen Jahres.
Zu vielen Jahren werden aber auch die Besonderheiten im Jahreslauf dargestellt, etwa wenn Delbrück einen neuen Pfarrer erhielt o.ä. Auch die eine oder andere Anekdote findet sich.
Schade ist, dass der Zeitraum relativ kurz gewählt wurde. Es ist nicht ersichtlich, warum der Zeitraum bis zum Jahr 1900 beschränkt wurde. Gutgetan hätte dem Bändchen auch ein kleines Glossar und ein Sach- und Personenindex. Offensichtlich wollte man den Preis möglichst niedrig halten. Das ist allerdings auch gelungen. Das Bändchen ist im örtlichen Buchhandel und im Geneashop für 7,95 € zu erhalten (Chronik der Stadt Delbrück).
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damals & heute Nr. 12
28.10.2009 by Funki.
Mit diesem Beitrag kann ich nun die Nachträge zu damals & heute abschließen. Es handelt sich um die letzte erschienene Ausgabe. In dieser beschäftigt sich Hans Jürgen Rade aus Anlass der Innenrenovierung der Kirche mit der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Delbrück.
830 Jahre: St. Johannes Baptist im Wandel der Zeiten
In dem reich bebilderten Aufsatz gibt Rade einen präzisen Überblick über die Baugeschichte der Delbrücker Kirche. Er geht dabei auf die Errichtung der Kirche im 12. Jahrhundert ein und legt schlüssig dar, warum diese erfolgte. Ausführlich beschreibt er die Erweiterung der Kirche im 14. Jahrhundert unter Conrad von Thüle. Natürlich kommt auch die Stiftung der Kreuzreliquie nicht zu kurz. Auch auf die Stiftung der verschiedenen Altäre und Benefizien geht er ein. Die zweite Erweiterung der Kirche im 19. Jahrhundert und die Umgestaltungen im 20. Jahrhundert nehmen breiten Raum ein.
Wieder einmal ein äußerst lesenswerter Artikel des Hans Jürgen Rade.
Wer Interesse an dem Aufsatz hat, kann mich jederzeit anmailen. Ich sende dann eine Pdf-Datei des Artikels zu.
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damals & heute Nr. 11
28.10.2009 by Funki.
In der Januar-Ausgabe des Delbrücker Geschichtsblattes würdigt Gerhard Kretschmann den ehemaligen Ostenländer Vikar und Delbrücker Pfarrer Johann Kaspar Wittmund:
Das Engagement für andere prägte stets sein Leben
Johann Kaspar Wittmund wurde am 14. Dezember 1841 in Stromberg geboren. Seine Jugend verbrachte er in Wiedenbrück, wo sein Onkel Pfarrer war, und der ihn auf die Wiedenbrücker Rektoratsschule schickte. 1866 wurde Wittmund zum Priester geweiht und 1870 kam er ins Delbrücker Land, wo er zunächst die Vikarsstelle in Ostenland übernahm. Der äußerst beliebte Vikar wurde 1892 Pfarrer von Delbrück. Er starb 1919.
Gerhard Kretschmann geht in seinem Aufsatz vor allem auf das soziale und religiöse Engagement Wittmunds ein. Er zeichnet ein lebhaftes Bild des Priesters, der über einen Zeitraum von fast 50 Jahren das religiöse und soziale Leben in Delbrück entscheidend mitgeprägt hat.
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damals & heute Nr. 10
28.10.2009 by Funki.
Stammvater Matthias Struns kam 1650 aus Böhmen
“Strunz, Strunz, Strunz - ein Name ohne Tadel,
Strunz, Strunz, Strunz - ja das ist Delbrücks Adel!”
Selbst ins Delbrücker Karnevalsliedgut haben es die Strünze in Delbrück gebracht. Auf über 50 Telefoneinträge in Delbrück bringt es die Familie Strunz. So ist der genealogisch orientierte Aufsatz von Hans-Jürgen Rade für viele Delbrücker interessant. Dargestellt wird die Frühgeschichte der Familie in Delbrück. Alle Delbrücker Familien Strunz lassen sich nämlich auf Matthias Strunz zurückführen. Dieser kam um 1650 aus Böhmen nach Delbrück. Rade sieht einen Zusammenhang mit den Gütern des aus Delbrück stammenden Grafen Johann von Sporck, der seit 1647 im Besitz der Herrschaft Lissa in Böhmen war. Er vermutet, dass Matthias Strunz als Bote Delbrück kennen gelernt hat und sich dann hier ansiedelte. Angesichts der vielen Menschen, die nach dem 30-jährigen Krieg als dispaced persons aus Armeen bzw. aus dem Tross dieser Armeen entlassen wurden, ist es genau so gut möglich, dass Matthias in der Folge des Krieges nach Delbrück kam.
Rade macht sich mit seinem Aufsatz um die Familienforschung in Delbrück verdient. Der Aufsatz ist mit einer Nachfahrentafel des Matthias Strunz bis in die 4. Generation versehen. Eine Gute Hilfe für Delbrücker Famillienforscher.
Auch diesen Aufsatz schicke ich gern per PDF-Datei zu. Bitte mailen Sie mich an!
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damals & heute Nr. 9
25.10.2009 by Funki.
Auch in der Ausgabe vom April 2009 finden sich zwei Artikel. Beide Artikel befassen sich aber mit dem Ort Boke. Und in beiden Artikeln geht es im weitesten Sinne um Archäologie.
Faszinierende Entdeckung unter der Erdoberfläche
Der Artikel von Irene Burkert und Bernhard Kößmeier beruht im Wesentlichen auf den Forschungsergebnissen des Lemgoers Gerhard Kroos und des Hülhorsters Horst Burgers. Mit geophysikalischen Messungen hatten die Beiden ein Jahr vorher den Standort der Boker Burg gefunden. Irene Burkert und Bernhard Kößmeier ist es zu danken, dass sie die wissenschaftlichen Ergebnisse für den Laien nachvollziehbar gemacht haben und gleichzeitig in Kurzform die Geschichte der Boker Burg nachgezeichnet haben.
Schön die Römer nutzeten die Lippe als Transportweg
Der eben bereits angesprochene Gerhard Kroos stellt in diesem Artikel seine Ergebnisse zur Forschung über die Schiffbarkeit der Lippe dar. Es ist in Delbrück wenig bekannt, dass es immer wieder Bemühungen gab, die Schiffbarkeit der Lippe zu erhalten und zu erweitern. Dabei zeigen mehrere historische Darstellungen Bokes immer wieder Transportboote auf der Lippe. Wünschenswert wäre ein noch ausführlicherer Artikel zu diesem Thema.
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damals & heute Nr. 8
25.10.2009 by Funki.
Und weiter gehts mit den Nachträgen zu damals & heute. Die Nr. 8 enthielt zwei Artikel, von denen einer, nämlich der von mir selbst geschriebene, schon fast wieder überholt ist. Aber der Reihe nach:
Betreiberwechsel auf der Sennebahn im Jahr 1958
Norbert Ellermann befasst sich in dem Artikel mit der Geschichte des Delbrücker Bahnhofs und der Sennebahn. Der sehr detailreiche Artikel zeichnet die gesamte Entwicklungsgeschichte der Eisenbahn in Delbrück nach.
Neue Materialien für Heimatforscher und Genealogen
Im zweiten Artikel der Ausgabe habe ich anhand eines Beispiels die damals recht neue Software “Historika 25″ vorgestellt. Das Landesvermessungsamt hatte gerade in dieser Reihe historische Karten des Raumes Delbrück veröffentlicht. Am Beispiel der Suche nach dem Hof Rellerhenrich, der schon nicht mehr existierte habe ich damals dargestellt, welchen Nutzen die Software hat.
Was ich damals nicht ahnen konnte ist, dass die Reihe am 31.12.2009 völlig ohne Begründung plötzlich eingestellt wurde. Die wirklich tollen historischen Karten auf CD-Rom können seit dem nicht mehr bezogen werden. Schade!
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damals & heute Nr.7
23.10.2009 by Funki.
Die Nr. 7 des Delbrücker Informationsblattes enthält zwei Aufsätze. Zum einen beschäftigt sich Gerhard Kretschmann mit der alten Delbrücker Hinrichtungsstätte, zum anderen stellen Ingrid Bewermeier und Bernhard Kößmeier den aus dem 12. oder 13. Jahrhundert stammenden Taufstein der Boker Kirche vor.
Letzter zu Tode Verurteilter wurde 1801 exekutiert
Es ist dem Delbrücker Heimatforscher Meinolf Protte zu verdanken, dass der Ort gefunden wurde, der über Jahrhunderte als Delbrücker Hinrichtungsstätte diente. Gerhard Kretschmann hat nun in einem Aufsatz alles wissenswerte zur Galgen an der Galgenlaake zusammen getragen. Vor allem geht er aber auf die heutige Funktion als Gedenkstätte ein.
Der Boker Taufstein, ein Kleinod westfälischer Romanik
In dem lesenswerten Beitrag zur Kunstgeschichte in Delbrück stellen Ingrid Bewermeier und Bernhard Kößmeier Vergleiche mit ähnlichen Taufsteinen in Westfalen an.
Wer die beiden Aufsätze lesen möchte, setzt sich bitte mit mir in Verbindung. Ich sende ihn gern als Pdf-Datei zu.
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damals & heute Nr. 6
23.10.2009 by Funki.
Schlug Arminius die Römer im Delbrücker Land?
Damit erst gar keine Missverständnisse auftauchen. Die Varus-Schlacht fand definitiv nicht in Delbrück statt. Aber das was der Autor des Beitrages in damals & heute Nr. 6 darstellt, ist ein Stück Wissenschaftsgeschichte. Denn noch immer ist der Ort der Varusschlacht nicht zweifelsfrei geklärt. Die Suche nach dem Ort ist aber schon Jahrhunderte alt.
In einem lesenswerten Aufsatz macht Jürgen Rade darauf aufmerksam, dass der westfälische Humanist Johannes Cincinnius den Ort der Schlacht “tuschen den wateren der Emesen und der Lippen by dem Retborge und in der Delbruggen” vermutete. Johannes Cincinnius war um 1485 in Lippstadt geboren worden. Er hatte seinen eigentlichen Namen Johannes Kruyshaer latinisiert und nannte sich Cincinnius. Dem von ihm vermuteten Ort der Varusschlacht widmete er eine eigene Schrift, die 1539 veröffentlicht wurde.
Wer sich für den Aufsatz interessiert, kann ihn gern als PDF von mir bekommen.
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Blog neu beleben
23.10.2009 by Funki.
Nach längerer Pause soll nun der Blog zur Delbrücker Geschichte neu belebt werden. In den nächsten Tagen und Wochen sollen beispielsweise die Beiträge, die inzwischen im “Delbrück - gestern und heute” erschienen sind, nachgeliefert werden.
Ich hoffe, dass dann mindestens einmal monatlich ein neuer Beitrag hier erscheint. Themen gibt es schließlich genug.
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